Leitbild Notfallplätze

Erarbeitet am 23. und 30. Mai 2011 vom Gesamtteam der NOPLA


Organisation und Auftrag

Die Notfallplätze sind ein Betreib der Stiftung ikj. In einer zeitlich befristeten, stationären Platzierung erhalten Jugendliche in Krisensituationen ein schützendes, beruhigendes und stabilisierendes Umfeld. Während dem Aufenthalt arbeiten wir mit den Jugendlichen sowie ihren Systemen und unterbreiten Eltern und Zuweisenden Empfehlungen für eine Anschlusslösung.


  • Die Betreuung der Jugendlichen ist während 365 Tagen / 24 Std. sichergestellt. Die Aufenthaltsdauer kann zwischen zwei Wochen und vier Monaten betragen.
  • Aufgenommen werden Jugendliche aus schulischen, familiären und persönlichen Krisensituationen, die durch einen Verbleib im angestammten Umfeld in ihrer Entwicklung gefährdet sind.
  • Zuweisen können Beistände, Amtsvormundschaften oder Schulbehörden.
  • In Standortbestimmungen mit Eltern, Jugendlichen und den zuweisenden Instanzen informieren wir über den Prozessverlauf und besprechen das weitere Vorgehen.
  • Als Grundlagen für eine Empfehlung dienen die Beobachtungen in der sozialpädagogischen Alltagsgestaltung, die Einbindung in die Hauswirtschaft und die Rückmeldungen der internen Schule sowie die Abklärungen durch den Schulpsychologischen Dienst.

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Mitarbeitenden setzen sich mit ihren fachlichen Kompetenzen für Jugendliche in kritischen Lebenssituationen ein. Das Team zeichnet sich durch Authentizität, gegenseitigen Respekt sowie verantwortungsbewusstes und engagiertes Handeln aus.


  • Das Team der Mitarbeitenden setzt sich zusammen aus Sozialpädagogen sowie Lehrpersonen.
  • Die fachliche Kompetenz der Mitarbeitenden ist in einer zielgerichteten und reflektierten Handlungsweise sichtbar, die geprägt ist von einer methodischen Vielfalt.
  • Kritische Lebenssituationen versteht das Team als Entwicklungschance für die Jugendlichen und bietet ihnen entsprechende professionelle Begleitung.
  • Authentizität bedeutet Echtheit. Diese bewirkt eine grosse Übereinstimmung von Haltung und Handlung


Kinder und Jugendliche

Unsere klaren Regeln und Verbindlichkeiten unterstützen die Jugendlichen in der Bewältigung ihrer Krisensituation. Das pädagogische Milieu konfrontiert die Jugendlichen mit ihren Verhaltensweisen, gesellschaftlich relevanten Umgangsformen und Entwicklungsaufgaben.


  • Aufgrund schwierigen Biografien sowie belastenden Umweltfaktoren reagieren Jugendliche in Krisensituationen mit abweichendem, verweigerndem Verhalten oder sozialem Rückzug.
  • Der alltägliche soziale, der hauswirtschaftliche sowie der schulische Bereich bilden unser pädagogisches Milieu, welches sich am Normalitätsprinzip orientiert.
  • Inadäquate Verhaltensweisen der Jugendlichen verändern sich, indem wir Lösungsstrategien aufzeigen und Lernfelder eröffnen.
  • Die Jugendlichen werden darauf vorbereitet zukünftig Lebensanforderungen gerecht zu werden, indem sie gesellschaftlich festgeschriebene Regeln einhalten müssen.
  • Um ihre anstehenden Entwicklungsaufgaben zu bewältigen, müssen Jugendliche Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen erwerben. Wir unterstützen und motivieren sie dabei.