Rückplatzierung

KOFA Modul

Rückplatzierung ( 12 Wochen )

Indikation

Dieses Lernprogramm ist gedacht für Familien in denen ein oder mehrere Kinder / Jugendliche aus einem stationären Hilfeangebot rückplatziert werden. Die Rückplatzierung ist für die Familie wie auch für das rückplatzierte Kind eine kritische Phase und erfordert eine flexible Anpassung aller Familienmitglieder an die neue Lebenssituation. Diese Anpassungsleistung ist erschwert (schon vorhandene Belastungen in der Familie wie psychische Krankheiten, Sucht, Gewalt, Arbeitslosigkeit, etc.) und benötigt eine Begleitung.

Die Familie verfügt über ausreichende Ressourcen/Fähigkeiten um, die Anregungen der Familienarbeiterin und Veränderungsschritte zunehmend selber und ohne Präsenz der Familienarbeiterin umzusetzen.

Das Programm erfasst die Schutz- und Risikofaktoren in der Familie und verbessert durch die regelmässige Präsenz vor Ort die Fähigkeiten der Familienmitglieder, die neuen Aufgaben des Alltags selber zu bewältigen.


Leistungsbeschrieb:

  • 70 -80 Einsatzstunden direkt in der Familie und im familiären Umfeld
  • 1 Zwischen- und 1 Schlussbericht
  • Erstgespräch mit allen Beteiligten
  • Schlussbesprechung mit allen Beteiligten
  • 24stündige Erreichbarkeit der Familienarbeiterin für die Familie
  • 1 Follow-Up Kontakt mit Familie ca. 6 Monate nach Abschluss
  • Kontaktgutschein für die Familie


Fallbegleitung und Intervision

Die Einsätze in der Familie werden von der Betriebsleitung fachlich begleitet. Es besteht eine Intervisions-, bzw. Supervisionsgruppe für den Fallaustausch unter Professionellen, die mit der KOFA-Methodik arbeiten.


Kosten

  • Das Leistungspaket Rückplatzierung wird zu einem Pauschalpreis von Fr. 13’750.- angeboten.
  • Zusätzlich werden Fr. 60.- pro Fahrtstunde (An- und Rückreise ab Bremgarten) und Fr. -.70 pro Kilometer Fahrweg verrechnet

Informationsphase

Struktur

Ziele

Berichte/Besprechungen

Dauer: 4 Wochen


Kontaktfrequenz: mehrere Besuche pro Woche bis täglich.


Umfang: ca. 40 Stunden

- Informationen der abgebenden Stelle sind erfasst und analysiert.

- Die Familienarbeiterin (FA) hat die Familienmitglieder alle kennen gelernt.

- Es ist eine tragfähige Arbeitsbeziehung aufgebaut.

- Die Familie ist über die Arbeitsweise informiert und bezogen auf die aktuellen Probleme beruhigt.

- Die Sicherheit für die Familienmitglieder ist erfasst und wenn nötig verbessert.

- Erste Veränderungen im Alltag, die sich aus der Rückplatzierung ergeben, sind eingeführt

- Der Arbeitsplan ist erstellt - Ziele sind formuliert.

Evtl. Vorbesprechung


Erstgespräch mit allen Beteiligten.


Zwischenbericht an Eltern und zuweisende Stelle:

- Information über die Analyse, Zielsetzung und den Arbeitsplan

- Empfehlung betr. der Weiterführung des Auftrages

Veränderungsphase

Struktur

Ziele

Berichte/Besprechungen

Vorinformationen betr. Verlauf an die zuweisende Stelle

- Strukturen und Routinen des täglichen Zusammenlebens vermitteln Sicherheit und Orientierung

- Die Ziele des Arbeitsplans  sind realisiert

- Ein kind- / jugendgerechtes Lebensumfeld ist sichergestellt.

- Das soziale Netzwerk ist beschrieben, genutzt und aktiviert.

Dauer: 7 Wochen


Kontaktfrequenz:

1 – 2 mal pro Woche,


Umfang: ca. 35 Stunden

Abschlussphase

Struktur

Ziele

Berichte/Besprechungen

Schlussbericht an Eltern und zuweisende Stelle.


Schlussbesprechung mit allen Beteiligten.

- Absprachen mit dem unterstützenden Netzwerk sind erfolgt.

- Absprachen mit der zuweisenden Instanz und evtl. Übergabe an Anschlusshilfe sind erfolgt.

- Absprachen zum Follow-up sind gemacht.

- Die Hilfe ist im Beisein der einweisenden Instanz abgeschlossen.

Dauer: 1 Woche


Kontaktfrequenz: 1 Besuch


Umfang: ca. 2 Stunden