Intensiv

Indikation

Das sechswöchige Intensivprogramm ist gedacht für Familien in einer belastenden Situation, aus der sie aus eigener Kraft nicht hinausfinden. Die Gründe für die Krisensituation können sein: Überforderung der Eltern, Vernachlässigung, Gewalt, Sucht, psychische Erkrankung, Problemverhalten eines Kindes/mehrerer Kinder, Trennung/Scheidung. Auch wenn die Fremdplatzierung eines der Kinder erwogen wird, kann ist das sechs Wochen-Programm gewählt werden.


Das Programm erfasst die Kompetenzprofile sowie die Schutz- und Risikofaktoren in der Familie und verbessert durch die lernintensive Präsenz vor Ort die Fähigkeiten der Familienmitglieder, die Aufgaben des Alltags selber zu bewältigen. Mit der 6-Wochen-Intervention soll eine Art „Spurwechsel“ in der familiären Entwicklung erwirkt werden – dysfunktionale Strukturen und Prozesse sollen bewusst gemacht und Alternativen erarbeitet und in dichter Kadenz geübt werden.



Leistungsbeschrieb:

  • 70 -80 Einsatzstunden direkt in der Familie und im familiären Umfeld
  • 1 Zwischen- und 1 Schlussbericht
  • Erstgespräch mit allen Beteiligten
  • Schlussbesprechung mit allen Beteiligten
  • 24stündige Erreichbarkeit der Familienarbeiterin für die Familie
  • 1 Follow-Up Kontakt mit Familie ca. 6 Monate nach Abschluss
  • Kontaktgutschein für die Familie


Fallbegleitung und Intervision

Die Einsätze in der Familie werden von der Betriebsleitung fachlich begleitet. Es besteht eine Intervisions-, bzw. Supervisionsgruppe für den Fallaustausch unter Professionellen, die mit der KOFA-Methodik arbeiten.



Kosten

  • Das Leistungspaket Intensiv wird zu einem Pauschalpreis von Fr. 13’750.- angeboten.
  • Zusätzlich werden Fr. 60.- pro Fahrtstunde (An- und Rückreise ab Bremgarten) und Fr. -.70 pro Kilometer Fahrweg verrechnet.

KOFA Modul

Intensiv ( 6 Wochen )

Informationsphase

Struktur

Ziele

Berichte/Besprechungen

Dauer: 1 - 2 Wochen


Kontaktfrequenz: mehrere Besuche pro Woche bis täglich.


Umfang: ca. 24 Stunden

- Die Familienarbeiterin (FA) hat die Familienmitglieder alle kennen gelernt.

- Es ist eine tragfähige Arbeitsbeziehung aufgebaut.

- Die Familie ist über die Arbeitsweise informiert und bezogen auf die aktuellen Probleme beruhigt.

- Die Sicherheit für die Familienmitglieder ist erfasst und wenn nötig verbessert.

- Die nötigen Informationen sind gesammelt und analysiert.

- Der Arbeitsplan ist erstellt - Ziele sind formuliert.

Evtl. Vorbesprechung


Erstgespräch mit allen Beteiligten.


Zwischenbericht an Eltern und zuweisende Stelle:

- Information über die Analyse, Zielsetzung und den Arbeitsplan

- Empfehlung betr. der Weiterführung des Auftrages

Veränderungsphase

Struktur

Ziele

Berichte/Besprechungen

Nach 3 Wochen evtl. Standortbesprechung mit allen Beteiligten.

- Die Ziele des Arbeitsplans 1 sind realisiert und erreicht.

- Ein kindgerechtes Lebensumfeld ist sichergestellt.

- Das soziale Netzwerk ist beschrieben, genutzt und aktiviert.


Nach 3 - 4 Wochen

- Der Verlauf ist evaluiert.

- Der Arbeitsplan ist ggf. angepasst > Arbeitsplan 2.

- Der Bedarf für eine Anschlusshilfe ist ermittelt.

Dauer: 3 - 4 Wochen


Kontaktfrequenz: 2 – 4 mal pro Woche.


Umfang: ca. 48 Stunden

Abschlussphase

Struktur

Ziele

Berichte/Besprechungen

Schlussbericht an Eltern und zuweisende Stelle.


Schlussbesprechung mit allen Beteiligten.

-Absprachen mit dem unterstützenden Netzwerk sind erfolgt.

-Absprachen mit der zuweisenden Instanz und evtl. Übergabe an Anschlusshilfe sind erfolgt.

-Absprachen zum Follow-up sind gemacht.

-Die Hilfe ist im Beisein der einweisenden Instanz abgeschlossen.

Dauer: 1 Woche

Kontaktfrequenz: 1 Besuch

Umfang: ca. 2 Stunden